Schall

"Musik wird oft als Lärm empfunden, weil sie mit Geräusch verbunden"
Wilhelm Busch

 

 

Schallschutz in Gebäuden wird in einer immer lauter werdenden Umwelt ein immer wichtigerer Faktor. Enges Zusammenleben, erhöhtes Verkehrsaufkommen und bauliche Mängel können Ursachen für einen Verlust an Wohnqualität darstellen.

 

Grundsätzlich wird in der Bauakustik zwischen Trittschall und Luftschall unterschieden. Daneben werden auch die Geräusche von wasserführenden Installationen(Instalationsschall) berücksichtigt.

 

Die Maßeinheit für Schall ist ein Dezibel (dB). Um am Bau die unterschiedlichen Gegebenheiten berücksichtigen zu können, werdem die Messwerte auf eine Fläche von 10m² bezogen. Dieser Wert hat dann die Bezeichung dB(A).

 

Welches ist der gesetzlich einzuhaltende Schallschutz?

 

Grundsätzlich sind die Anforderungen an einen bauliche Schallschutz in der DIN 4109 normativ geregelt. Die Anforderungen der DIN 4109 stellen jedoch nur das baurechtlich erforderliche Mindestmaß dar, mit dem die Nutzer anderer Einheiten vor unzumutbaren Belästigungen geschützt werden sollen. Das bedeutet, dass bei diesem Schallschutzniveau Geräusche aus fremden Wohneinheiten mit unterschiedlicher Lautstärke wahrnehmbar sind.

 

Die DIN 4109:1989-11 ist vor allem ein Instrument des Bauordnungsrechts, mit dem Ziel einer Gefahrenabwehr.

Bei diesem Schallschutzniveau ist eine gegenseitige Rücksichtnahme der Nutzer erforderlich.

 

 

Ein unterschreiten der Anforderungen der DIN 4109:1989-11 ist unzulässig.

 

Welches ist der am Bau übliche Schallschutz?

 

Der am Bau übliche Schallschutz kann von den gesetzlichen Mindestanforderungen abweichen. Dies liegt daran, dass bei einigen Bauteilen Konstruktionen üblich sind, die deutlich bessere Schallschutzwerte erzielen lassen, als die Werte, die in der DIN 4109:1989-11 aufgeführt sind. Dies trifft insbesondere für den Trittschallschutz von Wohnungstrenndecken und für den Luftschallschutz von Haustrennwänden bei Reihenhäusern und Doppelhäusern zu.

 

Was ist ein empfehlenswerter Schallschutz?

 

Empfehlenswert ist ein Schallschutz, bei dem Störungen aus fremden Wohn- und Arbeitsbereichen weitgehend vermieden werden. Die Werte aus der DIN 4109:1989-11 und dem Beiblatt sind hierbei oft nicht ausreichend. Eine gute Richtschnur, was ein empfehlenswerte Schallschutz ist, bietet die Richtlinie VDI 4100.

 

Das Mindestmaß stellt die Schallschutzstufe I dar, die sich in etwa auf dem Nieveau der DIN 4109:1989-11 bewegt. Besser und teilweise (aber nicht überall!) üblicher Standard ist die Schallschutzstufe II. Auch in dieser Schallschutzstufe ist laute Sprache im allgemeinen verstehbar.

 

Erst ab Schallschutzstufe III wird ein Niveau erreicht bei dem Sprache mit normaler Sprechweise nicht hörbar ist. Dieser Standard ist jedoch nicht üblich und muss gesondert vereinbart werden.

 

Für das Erreichen dieses Schallschutznieveaus ist eine Schallschutzplanung unerlässlich.

 

Lässt sich der erreichte Schallschutz messen?

 

Mit einer Schallmessung am Bau lässt sich prüfen, ob der erforderliche Schallschutz eingehalten wird. Gemessen werden der Trittschall, der Luftschall und der Installationsschall. Wir führen je nach Bedarf Messungen nach Norm oder mittels Kurzmessverfahren durch, die sich durch unterschiedliche Aufwändigkeit auszeichnen.

 

Genauso, wie der Schallschutz innerhalb des Gebäudes bestimmte Anforderungen einhalten muss, gibt es an die Außenbauteile ebenso Anforderungen an den Schallschutz. Auch die Einhaltung dieser Wert kann von uns gemessen und bewertertet werden.

 

Bereits während der Bauphase können wir baubegleitend die Einhaltung des erforderlichen Schallschutzes überprüfen. Dies erspart böse Überraschungen nach Fertigstellung des Gebäudes und verhindert unnötig hohe Sanierungskosten.

 

 

Hier finden Sie uns

akumess GmbH

Im Neubruch 3

76228 Karlsruhe

 

Büro Stuttgart:  
Taubenheimstr. 65 
70372 Stuttgart

Kontakt

Rufen Sie einfach an

+49 721/9453283 +49 721/9453283 oder nutzen Sie unser Kontaktformular.