Dämmkonzepte planen!

Mit dem In-Kraft-Treten der EnEV 2009 wurden die Anforderungen an die energetischen Qualität von Gebäuden noch einmal verschärft. Das Berechnungsverfahren für Wohngebäude wurde auf ein "Referenzhausverfahren" umgestellt. Dies ermöglicht zum einen, dass der Nachweis für das Gebeäude erbrachte werden kann, wenn die Anforderungen an die Referenzbauteile eingehalten werden. Auf der anderen Seite ist die Optimierung von Dämmkonzepten noch einmal wichtiger geworden.

 

Wärmebrücken - Rechnen lohnt sich!

 

Je besser ein Gebäude gedämmt ist, desto mehr fallen Wärmebrücken bei dem Gesamtenergiebdarf ins Gewicht. Da sich sowohl geometrische, als auch stoffliche Wärembrücken nicht vermeiden lassen, müssen diese im Rahmen der Berechnung des Energiebedarfsausweises berücksichtigt werden.

 

Die EnEV 2009 lässt hier grundsätzlich zwei Möglichkeiten zu:

 

1. Planung der Wärmbrücken nach DIN 4108 Beiblatt 2 mit einem pauschalen Zuschlag von 0,05 W/m²K auf die U-Werte der Einzelbauteile

 

2. Berechung der einzelnen Wärmebrücken und Ansatz des berechneten Zuschlages

 

Bei einer detaillierten Planung und Berechnung der Wärmbrücken ist ohne einen besonderen Aufwand ein rechnerischer Zuschlag von 0,01 W/m²K.

 

Bereits bei der Einhaltung der Mindestanforderungen der EnEV 2009 können dadurch geringere Dämmstärken oder andere Dämmstoffe eingesetzt werden:

 

Beispiel: Einfamilienhaus, Unterkellert, mit beheiztem Keller, Aussenwandfläche 200m², Bodenfläche 80m² Dachfläche 100m²:

Bauteil

Einzuhaltender U-Wert

Kostendifferenz/m²

Kostendifferenz

 

0,05W/m²

0,01W/m²K

 

 

Aussenwand

0,28W/m²

0,32W/m²K

2€

400€

Dach

0,20W/m²K

0,24W/m²K

3€

300€

Kellerausswand

0,35W/m²K

0,39W/m²K

1€

90€

Bodenplatte

0,35W/m²K

0,39W/m²K

0,50€

45€

Besonders interessant ist die Berechnung der Wärmebrücken dann, wenn noch höhere energetische Standards gefordert sind, wie dies z.B. beim KfW-EH 70 der Fall ist. Denn die U-Werte eines Bauteils entwickeln sich nicht linear mit der Zunahme der Dämmstärke.

Bei einer Verbesserung des U-Wertes von 0,30 W/m²K auf 0,25W/m²K wir eine zusätzliche Dämmstärke von 3cm - WLG 040 benötigt.  Bei einer Verbesserung des U-Wertes von 0,20W/m²K auf 0,15W/m²K wird bereits eine zusätzliche Dämmstärke von 7cm benötigt. Ab einem U-Wert von 0,08 lassen sich durch eine Erhöhung der Dämmstärke kaum noch Verbesserungen des U-Wertes erzielen

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